Google testet in AI Mode und AI Overviews einen Abschnitt für offizielle Webseiten
Google verlinkt in seinen KI-Antworten künftig häufiger und weiter oben. Zusätzlich testet das Unternehmen einen eigenen Bereich für „offizielle“ Seiten.
Was Google am 15. Oktober 2026 angekündigt hat
In einem Beitrag im Google-Blog beschreibt Google fünf Änderungen an AI Mode und AI Overviews. Der Stand ist unterschiedlich: Teile werden ausgerollt, andere nur getestet.
| Änderung | Inhalt laut Google | Stand |
|---|---|---|
| Inline-Links | Mehr Links, die in Wörtern oder Wendungen der Antwort eingebettet sind. Sie sollen häufiger weiter oben in der Antwort erscheinen. | Google spricht von „continued and substantial increases“ und von Updates, die „launching“ sind. |
| Abschnitt für offizielle Seiten | Ein eigener Bereich am Anfang einer Antwort, wenn es nur ein oder zwei offizielle Stellen für eine Aufgabe oder Information gibt. Jeder Link bekommt einen Hinweis, warum er nützlich ist. | Test |
| News-Karussells | Die Karussells für aktuelle Artikel in KI-Funktionen kommen in weitere Länder und Sprachen. Sie heben „Preferred Sources“ hervor. | Rollout hat begonnen |
| Verweise am Ende der Antwort | Links zu verwandten Artikeln mit Vorschaubild und klickbarerem Design. | Wird umgesetzt, ohne Angabe zum Zeitplan |
| Creator-Namen | Anklickbare Namen von Creatorn und Publishern bei Videoergebnissen, die zu deren Search-Profil führen. | Test in AI Mode seit dieser Woche |
Was das für Ihre Website bedeutet
Inline-Links: Google nennt keine Zahlen, auch nicht dazu, wie sich Klicks dadurch verändern. Ob mehr oder höher platzierte Links tatsächlich mehr Besuche bringen, geben die Quellen nicht her.
Offizielle Seiten: Das ist für Unternehmen der interessanteste Punkt. Google beschreibt den Fall, dass es nur ein oder zwei offizielle Stellen gibt, um eine Aufgabe zu erledigen oder eine genaue Information zu finden. Denkbar sind aus unserer Sicht etwa ein Kundenportal oder ein Formular; Google nennt keine Beispiele. Wie Google eine „offizielle“ Seite erkennt, steht in der Ankündigung nicht. Auch ein Start-Termin fehlt. Aus unserer Sicht liegt es nahe, bei markenbezogenen Suchanfragen auf eindeutige Zuständigkeit zu achten: Eine Aufgabe, eine klare Zielseite, ein sprechender Titel. Das ist eine Schlussfolgerung, kein von Google genanntes Kriterium.
News-Karussells: Betroffen sind vor allem Websites mit redaktioneller Berichterstattung. Für die meisten Unternehmenswebsites ändert sich dadurch wenig.
Search-Profile: Sie richten sich an Creator und Publisher. Laut Googles Hilfeseite sind sie bisher nur in Kanada, Indien und den USA verfügbar und setzen mindestens 10.000 Abonnenten oder Follower auf mindestens einer der Plattformen YouTube, Instagram, X oder TikTok voraus. Für die meisten deutschen Unternehmen ist das derzeit nicht relevant.
Was Sie jetzt tun können
- Ändern Sie nichts übereilt. Google nennt weder Kriterien noch Termine; Maßnahmen wären Spekulation.
- Prüfen Sie in der Search Console, ob sich Klicks und Impressionen bei markenbezogenen Suchanfragen verändern, und notieren Sie den Stand heute als Vergleichswert. Ob Google solche Effekte gesondert ausweist, nennt die Ankündigung nicht.
- Rufen Sie Ihre wichtigsten Markenanfragen testweise in AI Mode auf und halten Sie fest, welche Seiten Google verlinkt. So sehen Sie, ob die richtige Zielseite erscheint.
- Beachten Sie die Steuerung der Sichtbarkeit in KI-Antworten, die Google bereits in der Search Console anbietet. Dazu haben wir einen eigenen Beitrag veröffentlicht.
Offen bleibt
Die Ankündigung nennt keine Auswahlkriterien für den Abschnitt „offizielle Seiten“, keine Länder oder Sprachen für diesen Test und keine Messwerte zu Klickraten. Wir ergänzen den Beitrag, sobald Google dazu etwas veröffentlicht.